Wenn Sie nach „Core Web Vitals: Bewertung nicht bestanden“ gesucht haben, obwohl der Geschwindigkeitswert grün ist, prüfen Sie zuerst, auf welche Daten sich die Ergebnisse beziehen. PageSpeed Insights (PSI) verbindet Daten realer Besuche mit einem separaten kontrollierten Test. Halten Sie Adresse, Gerät, Datenumfang und die nicht bestandene Kennzahl fest, bevor Sie ein Tool kaufen oder einen Umbau der Website beauftragen.
Wir beginnen mit diesen Angaben, weil „den Wert grün machen“ zu viel offenlässt. Der Entwickler muss wissen, welches Nutzungserlebnis verbessert werden soll und welche Nachweise eine sinnvolle Korrektur belegen.
Core Web Vitals: Bewertung nicht bestanden – was wurde gemessen?
Die Bewertung beschreibt aufgezeichnete Besuchererlebnisse; der Lighthouse-Abschnitt führt dagegen einen Diagnosetest aus. Googles Dokumentation zu PageSpeed Insights erklärt, dass die Felddaten aus dem Chrome User Experience Report, kurz CrUX, stammen und einen zurückliegenden Erfassungszeitraum von 28 Tagen abdecken. Ein neuer Diagnoselauf und diese historischen Daten können deshalb unterschiedliche Ergebnisse zeigen.
Die Testbedingungen unterscheiden sich. Ein kontrollierter Durchlauf kann nicht alle Geräte, Verbindungen und Aktionen realer Besuche abbilden. Nutzen Sie ihn, um einer möglichen Ursache nachzugehen. Ziehen Sie zugleich die Besucherdaten heran, wenn Sie entscheiden, was noch nicht geklärt ist.
Das Ergebnis kann einen größeren Bereich abdecken. Gibt es für die konkrete Seite zu wenige Daten, kann PSI auf den Ursprung, die sogenannte Origin, zurückgreifen. Gemeint ist vereinfacht die Website-Adresse einschließlich Protokoll und Hostname. Ein Ergebnis für den Ursprung fasst Besuche verschiedener Seiten zusammen. Lesen Sie den angezeigten Datenumfang, bevor Sie das Ergebnis als Beleg für eine bestimmte Produkt- oder Leistungsseite behandeln.
Der Zeitraum enthält ältere Besuche. Eine Änderung von heute schreibt die Beobachtungen von gestern nicht um. Speichern Sie das Datum der Veröffentlichung, damit Sie die unmittelbare Prüfung der Korrektur von späteren Besucherdaten unterscheiden können.
Diese Unterschiede geben den Berichten jeweils eine eigene Aufgabe: Besucherdaten zeigen, welches Nutzungserlebnis untersucht werden sollte; ein kontrollierter Test hilft, es nachzustellen und zu prüfen.

Welche Kennzahl braucht Aufmerksamkeit?
Betrachten Sie LCP, INP und CLS einzeln, bevor Sie eine Korrektur auswählen. Googles Web-Vitals-Leitfaden unterscheidet Ladeverhalten, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Die folgende Tabelle nennt die dort festgelegten Zielwerte für „Gut“, ausgewertet am 75. Perzentil der relevanten Gerätegruppe. Googles Leitfaden zu den Grenzwerten erklärt das 75. Perzentil so: Mindestens 75 % der gemessenen Seitenaufrufe müssen den Zielwert „Gut“ für die jeweilige Kennzahl erreichen. Das ist etwas anderes als ein Durchschnitt oder die Gesamtpunktzahl von Lighthouse.
| Kennzahl | Was sie beschreibt | Zielwert „Gut“ | Frage an die technische Betreuung |
|---|---|---|---|
| LCP, Largest Contentful Paint | Wann das größte sichtbare Inhaltselement erscheint | Höchstens 2,5 Sekunden | Welches Element verzögert sich, und an welcher Stelle seiner Ladesequenz? |
| INP, Interaction to Next Paint | Wie schnell die Seite auf Interaktionen reagiert | Höchstens 200 Millisekunden | Welche Berührung, welcher Klick oder welche Tastatureingabe ist unter den betroffenen Bedingungen langsam? |
| CLS, Cumulative Layout Shift | Unerwartete Verschiebungen des Layouts | Höchstens 0,1 | Welches Element verschiebt sich, und wann während des Besuchs? |
Liegen für alle diese Kennzahlen genügend Daten vor, müssen ihre Werte am 75. Perzentil bei PSI „Gut“ sein, damit die Bewertung bestanden wird. Bei unzureichenden INP-Daten können gute LCP- und CLS-Werte dennoch zu einer bestandenen Bewertung führen. Reichen die Daten für LCP oder CLS nicht aus, kann PSI diese Seite oder diesen Ursprung nicht bewerten.
Behandeln Sie fehlende Daten als Unsicherheit. Googles CrUX-Methodik verlangt geeignete Besuche und eine ausreichende Nutzungshäufigkeit; eine allgemeingültige Mindestbesucherzahl wird nicht veröffentlicht. Ein fehlendes Ergebnis besagt weder, dass niemand die Seite besucht, noch dass das Nutzungserlebnis gut ist oder eine Korrektur gescheitert wäre.
Was können Sie prüfen, bevor Sie Arbeiten bezahlen?
Speichern Sie einen Ausgangsbericht und durchlaufen Sie denselben Kundenweg auf einem Smartphone, bevor Sie ein Tool auswählen. Sie brauchen eine klare Problembeschreibung: die Seite, die Daten hinter der Warnung und das Verhalten, das Sie nachstellen können. Lässt es sich nicht nachstellen, halten Sie diese Grenze fest, statt die Lücke mit einer Vermutung zu füllen.
- Öffnen Sie die konkrete geschäftlich relevante Seite in PSI. Speichern Sie ihre Adresse und das Berichtsdatum. Beziehen Sie die Landingpage oder die Seitenvorlage ein, die für die untersuchte Anfrage oder den Kauf wichtig ist.
- Notieren Sie Mobilgerät oder Desktop und den Datenumfang. Halten Sie fest, ob der Felddatenabschnitt die URL, den Ursprung oder unzureichende Daten ausweist. Nutzen Sie bei späteren Vergleichen dieselbe Auswahl.
- Benennen Sie die Kennzahl mit Handlungsbedarf. Gehen Sie von den einzelnen Core-Web-Vitals-Ergebnissen aus und lesen Sie anschließend den Diagnoseabschnitt nach Hinweisen. Lassen Sie fehlende Messdaten erkennbar.
- Führen Sie eine echte Aufgabe auf einem Smartphone aus. Öffnen Sie das Menü, verwenden Sie den relevanten Filter oder füllen Sie das betreffende Formular aus. Schreiben Sie auf, was spät lädt, langsam reagiert oder sich unerwartet verschiebt.
- Verbinden Sie einen Hinweis mit einem Test. Bitten Sie die technische Betreuung, die betroffene Aktion oder Ladeverzögerung nachzustellen und zu erklären, was der Test belegen kann.
Für weitergehende Prüfungen von Bildern, Widgets, Cache und Hosting nutzen Sie unseren Leitfaden zu häufigen Ursachen einer langsamen Website. Konzentrieren Sie diese Aufgabe auf die nicht bestandene Bewertung und die Nachweise, die Sie zur Prüfung einer Korrektur brauchen.

Was sollte die Korrektur umfassen?
Wählen Sie die kleinste Änderung, die sich aus der Diagnose begründen lässt, und vereinbaren Sie anschließend deren Prüfung. Beginnen Sie mit den Berichten und Funktionen, die Sie bereits haben. Technische Arbeit lässt sich leichter beurteilen, wenn die Betreuung die betroffene Seite oder Vorlage benennt, den Engpass erklärt und die Bedingungen vor und nach der Änderung vergleichbar hält.
- Ordnen Sie den Vorschlag der Kennzahl zu. Der LCP-Leitfaden von web.dev unterscheidet Verzögerungen bei Antwort, Erkennung, Laden und Darstellung des größten Elements. Der INP-Leitfaden richtet die Untersuchung auf langsame Interaktionen. Der CLS-Leitfaden berücksichtigt auch Verschiebungen nach dem ersten Laden. Verlangen Sie passende Nachweise statt eines allgemeinen Versprechens, die Geschwindigkeit zu verbessern.
- Ändern Sie die erkannte Ursache und testen Sie das Verhalten erneut. Eine gezielte Korrektur an einer Ressource oder Vorlage kann Teil der Website-Entwicklung und -Wartung sein. Halten Sie fest, was wann geändert wurde, und notieren Sie, wie sich die Änderung soweit möglich rückgängig machen lässt.
- Prüfen Sie, ob die Kundenaufgabe weiterhin funktioniert. Testen Sie Navigation, Formulare und die für die Seite relevanten Kaufschritte. Halten Sie Einwilligungsfunktionen funktionsfähig; untersuchen Sie deren Verhalten und Layout unter Wahrung einer rechtmäßigen Einwilligung.
- Entscheiden Sie, ob weitere Nachweise nötig sind. Können die vorhandenen Berichte die betroffene Interaktion oder Seite nicht eingrenzen, können zusätzliche Messungen helfen. Fragen Sie vor dem Hinzufügen eines kostenpflichtigen Dienstes, welche Frage die vorgeschlagene Überwachung beantwortet.
Ist die technische Priorität unklar, können technische SEO-Arbeiten mit einer Diagnose und einer überprüfbaren Aufgabenliste beginnen. Ein Redesign oder ein Optimierungspaket braucht eine eigene Begründung.
Sie können diese Aufgabenkarte kopieren und unbekannte Felder leer lassen:
Seite und geschäftlich relevante Aufgabe:
Gerät und Umfang der Felddaten:
Kennzahl mit Handlungsbedarf:
Beobachtetes Verhalten und Testbedingungen:
Vermutete Ursache und vorgeschlagene Änderung:
Veröffentlichungsdatum:
Vergleichbare Prüfung nach der Änderung:
Spätere Feldbeobachtung und verbleibende Unsicherheit:
Wie prüfen Sie, ob die Arbeit geholfen hat?
Prüfen Sie zuerst das geänderte Verhalten und vergleichen Sie später Felddaten mit demselben Datenumfang. Laut Dokumentation aktualisiert PSI seine Felddaten täglich und behält dabei ein zurückliegendes Erfassungsfenster bei. Halten Sie das Veröffentlichungsdatum bei Ihren Aufzeichnungen fest. Dieses Fenster ist kein zugesagter Countdown bis zu einer bestandenen Bewertung.
Vergleichen Sie die betroffene Kennzahl und die Kundenaufgabe unter ähnlichen Testbedingungen. Bleibt das Symptom bestehen, nehmen Sie die Diagnose wieder auf. Verbessert sich der Test, ohne dass spätere Felddaten die Wirkung der Änderung stützen, untersuchen Sie die betroffenen Seiten und Besuchsbedingungen erneut. Fehlende Felddaten sollten ausdrücklich als Einschränkung erkennbar bleiben.
Wie wir Sie unterstützen
Wir beginnen mit dem Bericht, den wichtigen Seiten und einer Aufgabe, die wir nachstellen können. Wir trennen die vorgeschlagene Korrektur, ihre Prüfung und die späteren Besucherdaten, damit jede Entscheidung eine überprüfbare Grundlage hat. Ein Briefing zur Website-Performance kann mit der Aufgabenkarte oben beginnen; lassen Sie unbekannte Felder erkennbar.